Geschichte

Geschichte des Ortes Batten

Durch den Ort ging ein vorgeschichtlicher Weg, der bei der Milseburg vom Ortesweg abzweigte und über Frankenheim nach Thüringen führte. Die Christianisierung hat wahrscheinlich Bonifatius um die Mitte des 8. Jahrhunderts begonnen.


Der Ort war in einer Schenkung der Gräfin Albrerada, Gründerin des Kloster Banz, an das Kloster Fulda wird 1058 (?) Batten wurde urkundlich erwähnt.


In einer "Wildbann-Grenzbeschreibung" König Heinrich IV wurde 1059 Batten als Hof des Batto niedergeschrieben. Begütert waren neben dem Kloster Fulda die Herren von Haselstein, Eberstein, Voburg und Schellhorn.

Im Jahre 1342 wurde Batten würzburgisch. Mit den Dörfern Findlos, Seiferts und Thaiden bildete Batten viele Jahrhunderte hindurch eine Schicksalsgemeinschaft, die durch Rivalitäten zwischen den Würzburger und Fuldaer Territorialherren geprägt waren. So mussten diese Dörfer Erbhuldigung dem Abt von Fulda leisten, währen die Zenthoheit durch den Bischof von Würzburg ausgeübt wurde. Um 1480 war Batten eine Wüstung, um 1510 erfolgte eine Neubesiedelung. Kirchlich gehörte Batten zur würzburgischen Pfarrei Hilders. Aus dem Jahre 1602 existiert die Nachricht über eine hölzerne Kapelle, die nur zu Andachten diente.

 
 

Im Jahre 1683 wurde dem Hochstift Fulda die Zenthoheit über die vier Dörfer Batten, Findlos, Seiferts und Thaiden zugesprochen und 1686 dem Zentamt Bieberstein zugewiesen. Mit dem Hammelburger Vertrag 1722 wurden die vier Dörfer fuldischer Jurisdiktion unterstellt. 1727 erfolgte die Gründung der Pfarrei Batten (ursprünglich Dekanat Margretenhaun, dann Bischofsheim, seit 1871 Hilders). Fürstabt Amand von Buseck, ließ von 1737-1741 durch seinen Hofbaumeister Andreas Gallasini die Kirche erbauen. Die Pfarrkirche wurde 1740 konsekriert, und zwar der Hauptaltar zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis, der hll. Johannes des Täufers und Johannes Nepomuk, der rechte Seitenaltar zu Ehren der hll. Bonifatius, Amandus und Adolphus, der linke zu Ehren der hll. Benediktus, Sturmius und Sola. 1861 erfolgte der Bau der Kapelle "Mater Dolorosa" auf dem Battener Friedhof, das Kreuz stammt aus dem Jahre 1798. Infolge der Säkularisation ging das ehemalige Fürstbistum Fulda an die weltliche Herrschaft des Fürsten von Oranien-Nassau über (Reichsdeputationshauptschluß 1803). Bis zum Wiener Kongreß erfuhren die fuldischen Orte des Ulstertales eine Zeit wechselnder Landesherrschaften. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurde Fulda aufgeteilt. Als die nördlichen fuldischen Ämter am 27. Juli 1815 an Preußen übergeben wurden, das sie wenige Monate später an Kurhessen und Sachsen-Weimar weitergab, waren die Dörfer des Ulstergrundes nicht dabei. Ausgenommen waren nämlich jene Gebiete, die später an Bayern kamen. Namentlich genannt wurden die Ämter Hammelburg, Brückenau und Salmünster und der Teil des Amtes Bieberstein, "der die Dörfer Batten, Brand, Dietges, Findlos, Libhards, Melperts, Oberbernhards, Seiferts und Thaiden enthält". 1816 erfolgte die Übergabe an Bayern. Bis 1866 gehörte Batten zum Bezirksamt Hilders. Nach dem preußisch-österreichischen Krieg kamen die Ämter Hilders, Weyhers und Gersfeld an Preußen, das diese Gebiete zum Kreis Gersfeld zusammenschloß, der bis 1932 bestand. Infolge einer Gebietsreform wurde der Landkreis Gersfeld Ende 1932 mit dem Kreis Fulda vereinigt.


(Quelle: div. Buchenblätter der Fuldaer Zeitung, Pfarrchronik zu Batten)

 

Ein Fachwerkhaus - eines der schönsten des Fuldaer Landes - mit dreistöckigem Erkervorbau und geschnitzten Eckpfosten mit Weinranken-Muster steht am Ortsausgang nach Thaiden rechts. Im dritten Stock einen Rokoko-Nische mit Johannes-Nepomuk-Figur. Über der Kellertür die Jahreszahl 1747.

St. Johannes der Täufer, Batten

St. Wendelinus, Thaiden

Gottesdienste v. 16.07. bis 31.08.2019

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    "Amoris Laetitia"

     

    "Laudato si"

     

    "Evangelii Gaudium"

     

    Enzyklika "Spe Salvi", Benedikt XVI

     
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    Enzyklika "Deus Caritas Est", Benedikt XVI

     

    Caritas in veritate, Benedikt XVI

     

    Lumen Fidei